Gefahrenherd Browser: Das muss man beim Surfen beachten

Ohne ein geeignetes Antivirusprogramm ist der eigene Computer schutzlos sämtlichen Gefahren ausgesetzt. Doch muss es nicht immer ein Virus sein, der ein entsprechendes Risiko mit sich bringt. Wesentlich naheliegender und unter Umständen überraschender ist die Tatsache, dass selbst die eigene Browser Nutzung als Sicherheitslücke gelten kann.

Das Ziel immer häufiger auftretender Phishing Attacken, Trojanern und Malware, ist immer das Gleiche. Sie alle sind auf Geld aus. Durch die Kombination irreführender Informationen und ahnungsloser User kann es hier zu erheblichen finanziellen Schäden kommen. Doch diese Ausnützung der Unachtsamkeit im Netz ist, wie eingangs erwähnt, nicht das einzige mögliche Risiko, das eine Menge Schaden verursachen kann. Gemeint ist an dieser Stelle der Umgang mit dem Browser. Denn nur selten ist jeder Internetnutzer mit sämtlichen Begriffen bis ins kleinste Detail vertraut.

Computer sind im Allgemeinen darauf ausgelegt, unter optimalen Bedingungen, beste Performance zu leisten. Diese Performance wird nicht selten durch computer interne Vorschläge dem Nutzer näher gebracht und durch entsprechende Empfehlungen ausgesprochen. Zum Beispiel, das durch eine verminderte Helligkeitsstufe eine erhöhte Akkuleistung bezweckt werden kann. Das leuchtet ein, sprichwörtlich.
Jedoch ist unter Umständen nicht klar, warum es Vorschläge innerhalb des Internetbrowsers gibt. Werden solche Vorschläge ohne grosse Bedenken übernommen und ausgeführt, kann es passieren, dass sich der Nutzer einer dementsprechenden Gefahr aussetzt, ohne sich dieser Gefahr überhaupt bewusst zu sein.

Beispiele für die Sicherheit und Privatsphäre

Als Beispiel sei der Nachfolger des ehemaligen Internet Explorers genannt. Anhand dieses Browsers können anschauliche Beispiele für die Sicherheit und Privatsphäre gegeben werden:

Gerade für den Fall, dass mehrere Personen denselben Computer und eventuell dasselbe Profil nutzen, werden in der Regel die am häufigsten geöffneten Seiten auf der Startseite angezeigt. Zum Zwecke der Privatsphäre gilt es also eine leere Startseite beim Öffnen des Browsers anzeigen zu lassen. Diese Option wird unter den Einstellungen gefunden und gibt die Möglichkeit eine neue Tabseite anzeigen zu lassen.

Verbringt man den Tag demnach vor dem Computer und surft die beliebten Seiten nach und nach ab, so empfiehlt es sich am Ende des Surfens, die Browserdaten zu löschen. Wiederum findet man diesen Punkt innerhalb der Einstellungen und der Funktion Browserdaten löschen. Zusätzlich dazu besteht die Möglichkeit, dies nach jeder Sitzung automatisch tun zu lassen.

Passwörter

Einer der wohl wichtigsten Punkte gilt den Passwörtern. Heutzutage verfügt jeder Nutzer unter Umständen über einen Mailaccount oder Online Banking Zugang. Aus diesem Grund sollte im Browser, dieses Mal in den erweiterten Einstellungen findbar, die Frage der Speicherung des Passworts verneint werden. In Kombination mit einem ungelöschten Browserverlauf kann sich jeder nachfolgende Nutzer spielend Zugang zu persönlichen Informationen verschaffen.

Um Passwörter und Daten folglich zu schützen, gilt es Pop-ups zu blocken. Diese sind nicht selten Ursache für die versteckte Installation von Malware oder Ähnlichem. Innerhalb des Browsers kann daher als erweiterte Einstellung eigens die Funktion Pop-ups blockieren gewählt werden, um das lästige Aufspringen von diesen Fenstern zu verhindern.

Selbst eine geeignete Suchmaschine kann helfen, die eigene Privatsphäre zu schützen. Mircosoft Edge arbeitet in der Regel mit der Suchmaschine Bing, die jedoch im Hintergrund sämtliche Suchgewohnheiten trackt. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich alternative Suchmaschinen zu nutzen, zum Beispiel DuckDuckGo. Innerhalb der erweiterten Einstellungen kann diese als primäre Suchmaschine definiert werden.

Als letzter, aber ebenso wesentlicher Punkt, ist die Seitenvorhersage ein Thema. Dieser Bequemlichkeit sollte im Idealfall nicht nachgegeben werden. Zwar wird dem Browser dadurch eine verbesserte Leistung zugesprochen, jedoch sollte dem Datenschutz hier der Vorzug gegeben werden.

Es ist somit ersichtlich, dass schon mit wenigen Klicks die Sicherheit um ein Vielfaches erhöht werden kann und die Freunde am Surfer dadurch keineswegs beeinträchtigt wird.